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Köln

Millionenstadt Köln am Rhein: berühmt für den Dom, geliebt für den „Kölschen“ Straßenkarneval und bekannt für ihr römisches Erbe.

Colonia Claudia Ara Agrippinensium
Als Colonia Claudia Ara Agrippinensium war Köln mehr als vier Jahrhunderte lang eine der glanzvollen römischen Stadtgründungen nördlich der Alpen: Die Stadtmauer mit ihren mächtigen Torburgen, die monumentalen öffentlichen Gebäude, der Rheinhafen, das planmäßig angelegte Straßenraster prägten das Stadtbild – teilweise bis heute.

Köln war Provinzhauptstadt, aber nicht provinziell. Die Metropole spielte an der Rheingrenze des Römischen Reiches eine wichtige Rolle. Die großen Staatsstraßen von Süden, Westen und Norden trafen hier zusammen und machten Köln zur Drehscheibe für Menschen, Nachrichten und Handelsgüter aus aller Welt.

Die römische Grabkammer in Weiden
Wer Köln heute über die Via Belgica, die schnurgerade Aachener Straße erreicht, der nähert sich der Stadt auf flacher Strecke von Westen aus und passiert eines der bedeutenden steinernen Zeugnisse aus römischer Zeit. Abtauchen in antike Sphären? In der Römischen Grabkammer in Weiden ist dies im wahrsten Sinne des Wortes möglich: Die aus dem zweiten Jahrhundert stammende Grabkammer gilt als das am besten erhaltene Bauwerk seiner Art nördlich der Alpen. Tief unter der Erde können Besucher hier unter anderem steinernes Mobiliar, Marmorporträts und einen reich geschmückten Marmorsarkophag bestaunen.

Die zentrale Bedeutung des römischen Kölns spiegelt sich auch an der Agrippastraße, der heutigen Luxemburger Straße wider: Sie war zu ihrer Zeit eine wichtige Verbindung zwischen dem Mittelmeer und der Provinz Niedergermanien.

Das Römisch-Germanische Museum
Doch egal, auf welcher Straße man sich dem Zentrum Kölns nähert: In unmittelbarer Nähe zu Hauptbahnhof und Dom kommt man früher oder später am Römisch-Germanischen Museum vorbei. Und erreicht damit die Anlaufstelle in Köln, wenn es um römische Geschichte geht. Schon die Außenanlagen des Museums sind eine Besonderheit. Besucher können hier tatsächlich über eine Straße der römischen Stadt spazieren – über die sogenannte Hafenstraße. Nach Vorbildern aus Pompeji erhielt diese einen Gully sowie einen Brunnen mit einer Flussgottmaske als Wasserspeier.

Mit fünf römischen Meilen pro Stunde unterwegs: der carruca
Das Museum steht über einer römischen Stadtvilla mit dem weltberühmten Dionysos-Mosaik. Wer es besucht, der hört schon vor dem Eingang ein buntes Sprachengewirr, verursacht von Schulklassen, Gruppen und Touristen aus aller Welt. Ein Highlight der Ausstellung ist der fahrtüchtige Nachbau des römischen Reisewagens (carruca) mit originalen Eisenteilen und aufwändigen Bronzebeschlägen aus der Zeit um 300 nach Christus. Solche schweren Karossen erreichten eine Geschwindigkeit von etwa fünf römischen Meilen in der Stunde – auf gut gepflasterten Straßen vielleicht auch mehr. Den „Erlebnisraum Römerstraße“ präsentiert das Museum mit einer neuen Ausstellungseinheit rund um den römischen Reisewagen und mit einem multimedialen Informationsbereich im Foyer.

Sehenswürdigkeiten

Blick auf die römische Hafenstrasse. Foto: P. Gawandtka
Blick auf die römische Hafenstrasse.
Foto: P. Gawandtka
Römische Grabkammer Weiden. Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römische Grabkammer Weiden
Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römisch-Germanisches Museum auf dem Roncalliplatz. Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römisch-Germanisches Museum auf dem Roncalliplatz.
Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römischer Reisewagen, Detail: Radnabenabdeckung mit Löwenkopf. Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römischer Reisewagen, Detail: Radnabenabdeckung mit Löwenkopf.
Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römischer Reisewagen, Rekonstruktion. Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Römischer Reisewagen, Rekonstruktion.
Foto: Römisch-Germanisches Museum Köln
Blick in das Römisch-Germanische Museum. Foto: Axel Thünker, DGPh
Blick in das Römisch-Germanische Museum.
Foto: Axel Thünker, DGPh

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