Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen

Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland

Kulturelles Erbe zu erforschen, zu schützen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen: Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland hat sich zum Ziel gesetzt, Denkmäler „erlebbar“ zu machen. Die große Zahl bedeutender archäologischer Hinterlassenschaften im Rheinland, über die in der Öffentlichkeit häufig nur wenig bekannt ist, soll aufbereitet und erklärt werden – um dadurch eine lebendige Vorstellung davon zu vermitteln, wie Menschen früher gelebt haben.

Ein prominentes Beispiel für die Arbeit des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege ist die Erschließung der an vielen Stellen noch vorhandenen, knapp 100 Kilometer langen römischen Wasserleitung von der Eifel nach Köln: Der „Römerkanal“ wurde umfassend erforscht und unter Mitwirkung vieler Akteure für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Somit können sich Wanderer heute zwischen Eifel und Köln auf den „Römerkanal-Wanderweg“ begeben – und vor Ort in die römische Geschichte eintauchen.

Die Römerstraßen

Das gleiche Ziel wird beim Projekt Erlebnisraum Römerstraße verfolgt, das vom LVR-Amt für Bodendenkmalpflege entwickelt wurde. Schon seit vielen Jahren erforscht das Fachamt die von den Römern vor rund 2.000 Jahren angelegten Straßen. Im Fokus der archäologischen Arbeit stehen dabei insbesondere die sogenannten Staatsstraßen, die die hiesige Provinz „Niedergermanien“ mit anderen Provinzen und natürlich mit Rom verbanden. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei nicht nur auf Verlauf und Bauweise der Straßen, sondern vielmehr auch auf deren militärischer, politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Funktion für das Gemeinwesen.

Erlebnisraum Römerstraße

Das dabei gewonnene Wissen ist so einzigartig wie die Bodendenkmäler selbst. Mit dem Erlebnisraum Römerstraße hat das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland gemeinsam mit engagierten Projektpartnern erstmalig eine Möglichkeit geschaffen, die bedeutenden römischen Fernstraßen innerhalb der Kulturlandschaft kennenzulernen. Begleitet werden die Reisenden entlang der Via Belgica und der Agrippastraße von einem Informationssystem, das an zahlreichen Stationen und auf vielerlei Arten auf die römischen Bodendenkmäler hinweist und entsprechendes Hintergrundwissen vermittelt.