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Zülpich

Tolbiacum nannte Geschichtsschreiber Tacitus die heutige Stadt Zülpich, als er sie zum Jahre 69/70 nach Christus erstmals in seinen Annalen erwähnte. Schnurgerade Straßen in einigen Teilen der Stadt verraten bis heute, dass Zülpich ein wichtiger Kreuzungspunkt gleich mehrerer römischer Fernstraßen war. Doch nicht nur das: Zahlreiche archäologische Fundstellen lassen auf eine römische Siedlung schließen, in deren Blütezeit im zweiten Jahrhundert eine weitläufige Thermenanlage entstand.

Wo die Thermen zum Museum werden
Das gut 400 m² große Badehaus wurde 1929 bei Kanalbauarbeiten auf dem Mühlenberg entdeckt und zählt zu den besterhaltenen Römerthermen nördlich der Alpen. Wo früher gebadet und über wichtige Geschäfte beratschlagt wurde, befindet sich heute ein Museum. Wie funktionierte der ausgetüftelte Wasserkreislauf der Anlage? Warum waren die Thermen auch ein wichtiger gesellschaftlicher Treffpunkt? Und wie hat sich das Baden im Laufe der Zeit verändert? Spannende Fragen, die auf einer Reise durch 2.000 Jahre Badekultur beantwortet werden.

Das heutige Zülpich
Wer Zülpich besucht, kann sie kaum übersehen: die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, die im späten Mittelalter teilweise auf den Resten einer römischen Befestigungsanlage errichtet wurde. Vier historische Stadttore empfangen Besucher – und laden zu einem Spaziergang durch die pittoreske Ortschaft ein. Aber auch außerhalb des Stadtkerns locken Kirchen, Wasserburgen, Klöster und Mühlen in den zahlreichen Ortsteilen, die vermutlich zu großen Teilen aus römischen Gutshöfen erwachsen sind, zu einer Zeitreise. Die Routenführung des Erlebnisraums Römerstraße führt im Stadtgebiet durch die nahezu durchgängig ebene Zülpicher Börde.

Sehenswürdigkeiten

Siechhauskapelle Rövenich. Foto: Stadt Zülpich
Siechhauskapelle Rövenich
Foto: Stadt Zülpich
Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur. Foto: T. Lämmermann
Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur.
Foto: T. Lämmermann
Landesburg. Foto: Stadt Zülpich
Landesburg
Foto: Stadt Zülpich
Matthiassäule. Foto: M. Thuns, LVR-ABR
Matthiassäule
Foto: M. Thuns, LVR-ABR
Chlodwig-Stele in Langendorf. Foto: Stadt Zülpich
Chlodwig-Stele in Langendorf.
Foto: Stadt Zülpich